karate-do

Historischer Umriss des Karate-Do, der Kampfkunst von Ryukyu

von Chojun Miyagi

 

Originale Anmerkung: Dieser Artikel von Sensei Chojun Miyagi speziell für die Vereinsmitglieder geschrieben, als er uns eine Vorlesung zum Thema »Über Karatedo» gab und uns eine praktische Vorführung im Hörsaal im 4. Stock von Meiji Shoten in Sakaisuji (Osaka) am 18. Januar 1936 zuteilwurde.

 

1. Vorwort

Was ist Karate? Es ist die Kunst, Körper und Geist für die Gesundheitsförderung im Alltag einzusetzen, im Notfall hingegen ist es die Kunst der Selbstverteidigung ohne Waffen. In den meisten Fällen kämpfen wir mit unserem Körper – Hände, Füße, Ellenbogen usw. – um Gegner zu besiegen. In manchen Fällen jedoch können wir den Umständen entsprechend Waffen (wie Bo, Sai, Nunchaku, Tonfa, Weeku, Kama usw.) verwenden.  (mehr …)

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»Dancing Old Man«

Der tanzende alte Mann
von Kiyohiko Higa

Spricht man über den Zusammenhang zwischen Karate und Okinawanischen Tanz, erinnert mich das an eine interessante Geschichte, die ich von meinem Vater, Seitoku Higa, erzählt bekam. (mehr …)

Einblicke zum sächsischen Karate in der DDR – Ein Verband entsteht

Anders als es oftmals heißt, war die Ausübung von Karate-Do in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) nicht verboten; jedoch durchaus nicht gern gesehen. Durch die stetige Zunahme von Karatetreibenden über die Jahre hinweg, befasste sich schließlich der Deutsche Turn- und Sportbund  (DTSB) der DDR mit dieser fernöstlichen Kampfkunst. (mehr …)

Die Kata

Kata-Seienchin

Sequenz der Kata Seienchin.

In der Vergangenheit habe ich bereits ein paar der Kata des Gojuryu vorgestellt. Doch was ist eine Kata genau bzw. wozu wurden Kata entwickelt?

Der Begriff Kata kann als »Schablone« oder auch »Muster« übersetzt werden und kommt aus dem Japanischen. Hinter der Kata verbergen sich diverse Techniken, die in festgelegter Folge aneinander gereiht sind.  (mehr …)

Geschichte des Karate-Do

von Okinawa bis nach Deutschland

Kanji_Karate-DoName und Bedeutung

Das japanische Wort Karate setzt sich aus Kara (leer) und Te (Hand) zusammen und wird daher als »leere Hand« übersetzt – das Do steht für »Weg«. Sinngemäß wird Karate-Do als »Weg der leeren Hand« übersetzt. Das Do steht zum ersten für den philosophischen Hintergrund der Kampfkunst und zum zweiten für die Bedeutung als Lebensweg. Karate ist nicht einfach ein Sport, es begleitet uns ein Leben lang.

Eine Legende

Gemäß einer weit verbreiteten Legende, (mehr …)

Kihon

Wie bereits angekündigt werden nacheinander die Säulen des Karate genauer betrachtet. Befassen wir uns zunächst mit dem Kihon.

Was ist das genau? Hinter dem Kihon (teils Kion) verbirgt sich die „Grundschule“ des Karate, wie man umgangssprachlich sagt. Übersetzt heißt es so viel wie Basis oder Grundelement.

Das Training des Kihon ist essentiell für das Studium des Karate. Ohne korrekte Ausführung und Verständnis für die Technik ist es weder möglich, Kata zu lernen und zu verstehen, noch, Kumite realitätsnah und ohne sich selbst zu verletzten auszuüben. (mehr …)

Die Säulen des Karate

Die drei Säulen des Karate-Do

Die drei Säulen des Karate-Do

Die meisten werden wissen, dass das Training des Karate-Do von drei Säulen getragen wird – wobei teilweise auch von vier Säulen die Rede ist. Es mag für manch einen vielleicht etwas hochtrabend klingen: die Säulen des Karate. Aber jeder kennt sie, und übt sie auch aus. (mehr …)