Autor: gojuron

Mündliche Geschichten über Kanryo Higaonna, überliefert von seinem Schüler Seiko Higa

von Akio Kinjo

 

Ich begann 1955 an der Ryukyu Universität Karate zu erforschen, stellte aber bald fest, dass es aufgrund einer kleinen Anzahl von Büchern oder schriftlicher Materialien über Karate sehr schwierig oder fast unmöglich ist. Ich besuchte die Universitätsbibliothek und viele andere große Bibliotheken, um wertvolle Bücher über Karate zu beziehen, aber ich konnte sie nicht finden. Selbst wenn ich einen historischen Artikel über den Ursprung des Karate fand, waren es stets sehr einfache und kurze Aufsätze, die kaum fünf oder sechs Zeilen umfassten. Deren Inhalte waren mir auch nicht wirklich neu.  (mehr …)

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Historischer Umriss des Karate-Do, der Kampfkunst von Ryukyu

von Chojun Miyagi

 

Originale Anmerkung: Dieser Artikel von Sensei Chojun Miyagi speziell für die Vereinsmitglieder geschrieben, als er uns eine Vorlesung zum Thema »Über Karatedo» gab und uns eine praktische Vorführung im Hörsaal im 4. Stock von Meiji Shoten in Sakaisuji (Osaka) am 18. Januar 1936 zuteilwurde.

 

1. Vorwort

Was ist Karate? Es ist die Kunst, Körper und Geist für die Gesundheitsförderung im Alltag einzusetzen, im Notfall hingegen ist es die Kunst der Selbstverteidigung ohne Waffen. In den meisten Fällen kämpfen wir mit unserem Körper – Hände, Füße, Ellenbogen usw. – um Gegner zu besiegen. In manchen Fällen jedoch können wir den Umständen entsprechend Waffen (wie Bo, Sai, Nunchaku, Tonfa, Weeku, Kama usw.) verwenden.  (mehr …)

Ura Kake Uke

 

UraKakeUke-schraeg

Schon in den Anfangssequenzen der Seienchin kommt der Ura Kake Uke zum Einsatz.

Neben dem Yoko Uke und dem Kake Uke gehört der Ura Kake Uke zu den gängigsten Abwehrtechniken auf chudan-Höhe (Brust- und Bauchbereich). Ins Deutsche übersetzt versteht man unter Ura Kake Uke eine »umgekehrte Hakenabwehr« (Ura = umgekehrt, Kake = Haken, Uke = Abwehr).  (mehr …)

Yoko Uke

YokoUke-seitlich

Seitliche Ansicht des Yoko Uke.

Zu den ersten zu erlernenden Abwehrtechniken im Goju-Ryu gehört der Yoko Uke. Weithin (vor allem im Shotokan) ist die Bezeichnung Uchi Ude Uke verbreiteter. Übersetzt ins Deutsche bedeut Uchi so viel wie »innen« und Ude »Arm«; Uke steht auch hier wieder für »Abwehr« – es handelt sich quasi um eine innere Armabwehr.

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»Dancing Old Man«

Der tanzende alte Mann
von Kiyohiko Higa

Spricht man über den Zusammenhang zwischen Karate und Okinawanischen Tanz, erinnert mich das an eine interessante Geschichte, die ich von meinem Vater, Seitoku Higa, erzählt bekam. (mehr …)

Einblicke zum sächsischen Karate in der DDR – Ein Verband entsteht

Anders als es oftmals heißt, war die Ausübung von Karate-Do in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) nicht verboten; jedoch durchaus nicht gern gesehen. Durch die stetige Zunahme von Karatetreibenden über die Jahre hinweg, befasste sich schließlich der Deutsche Turn- und Sportbund  (DTSB) der DDR mit dieser fernöstlichen Kampfkunst. (mehr …)

Die Kata

Kata-Seienchin

Sequenz der Kata Seienchin.

In der Vergangenheit habe ich bereits ein paar der Kata des Gojuryu vorgestellt. Doch was ist eine Kata genau bzw. wozu wurden Kata entwickelt?

Der Begriff Kata kann als »Schablone« oder auch »Muster« übersetzt werden und kommt aus dem Japanischen. Hinter der Kata verbergen sich diverse Techniken, die in festgelegter Folge aneinander gereiht sind.  (mehr …)