Monat: Mai 2014

Haishu & Kaishu – zwei Prinzipien des Goju-Ryu

Kanji_Goju-RyuDie Kata des Goju-Ryu werden charakterisiert durch dynamische und kreisförmige Bewegungen als auch durch einen stabilen Stand.
Die Bewegungsmuster und Kampftaktiken des Karate-Do werden seit jeher durch die Kata überliefert – einige Kata – wie z.B. die Sanchin – sind bereits einige Hundert Jahre alt.

Seinerzeit legte Chojun Miyagi zwölf Kata für sein Goju-Ryu fest. In einigen Dojos, Verbänden etc. werden mittlerweile auch die Taikyoku-Kata (»Anfänger-Kata«, japanisch Fukyu-Kata) geübt, die mittlerweile hinzugekommen sind.

Zwei wichtige Prinzipien der Stilrichtung sind Haishu und Kaishu, welche nachfolgend etwas näher beschrieben werden: (mehr …)

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Neko Ashi Dachi

Dieses Mal möchte ich euch den Neko Ashi Dachi etwas näher bringen, einem meiner Lieblingsstände.

Neko Ashi Dachi ist japanisch und wird als »Katzenfußstellung« übersetzt. Dabei heißt Neko »Katze«, Ashi ist der »Fuß« und Dachi bedeutet »Stellung/Stand«.

Neko Ashi Dachi

Neko Ashi Dachi

Wie hat man sich nun hinzustellen, wenn das Kommando vom Trainer kommt, sich im Neko Ashi Dachi hinzustellen? (mehr …)

Im Portrait: Leo Lipinski

Wie die meisten unter Euch wissen dürften, gibt es im Karate-Do verschiedene Stilrichtungen, wie eben auch das Goju-Ryu. Aber auch innerhalb des Goju-Ryu gibt es wiederum sogenannte Strömungen, die sich untereinander mehr oder weniger unterscheiden.

Heute möchte ich euch Leo Lipinski kurz vorstellen, einem Vertreter des Gojuryu Seiwakai. Um kurz einen Draht herzustellen: Die Gojuryu-Strömung Seiwakai wurde durch Shuji Tasaki begründet, der Schüler von Gogen Yamaguchi (Gründer des Goju-Kai, wiederum Schüler von Chojun Miyagi) war.

Leo Lipinski, der Zigeuner des Karate

Leo Lipinski bei einem Lehrgang in Einsiedel/CHemnitz (2013)

Leo Lipinski bei einem Lehrgang in Einsiedel/Chemnitz (2013)

Der Werdegang Leo Lipinskis begann im Jahr 1946 in Südafrika – hier wurde er in der Stadt Durban im August geboren. Erstmals in Kontakt mit dem Karate kam er im Alter von sechzehn Jahren, 1962. Damals trainierte er zunächst Shotokan Karate als auch Judo. Während den ersten Jahren des Karatetrainings beinhaltete dieses auch eine Vielzahl anderer Kampfkünste, die er von Lehrern erlernte, mit denen er auf Fracht- und Fischerbooten aus Japan, Okinawa und Korea in Kontakt kam. (mehr …)

Sensei Meitoku Yagi

Meitoku Yagi (1912-2003), 10. Dan

Meitoku Yagi (1912-2003), 10.Dan

»Ich rede nicht gern über Karate«, sagte Meitoku Yagi. Er meint damit, er spreche ungern darüber, wie man einen Gegner mit Techniken besiegt oder wie du mit Karate gewinnen kannst und ähnliches. Es war auch eine der Lehren seines Meisters, Chojun Miyagi. Es wird gesagt, Sensei Miyagi habe keine eigentliche Geschichte gehabt, in der Heldentaten des Karate vorkommen. Jeder Karateka, dessen Hände und Füße als Schwert genutzt werden könnten, sollte sich daran erinnern, was Miyagi meinte.

Meitoku Yagi, Chefausbilder des »Meibukan« Gojuryu Karate, wurde 1912 (mehr …)

Kata »Kururunfa«

Sequenz der Kururunfa (Bildquelle: http://japankarateintern.blogspot.de/2010/09/dreams-come-true-shiramizu-celebration.html)

Sequenz der Kururunfa

Die Kururunfa (meist einfach Kurunfa) – oder auch Kururun-Ha – ist eine der zwölf Kata, die Chojun Miyagi für das Goju-Ryu festlegte. Der Name kann etwa mit „beständiger Burgmauer“ übersetzt werden. Hierbei bedeutet Kururun so viel wie »beständig«, Fa heißt »Burgmauer« (Ha bedeutet »brechen«). Die japanische Bezeichnung (mehr …)

Im Portrait: Chojun Miyagi

Chojun Miyagi wurde am 25. April des Jahres 1888 in Higashimachi (Naha) als Sohn einer wohlhabenden Familie des niederen Adels geboren. Nach dem Tod seines Vaters – er war gerade erst fünf Jahre – wurde er von der Hauptfamilie adoptiert und Haupterbe des Familienvermögens (die Familie Miyagi verdiente durch die Einfuhr von chinesischer Medizin sehr gut).

Die Anfänge

Chojun Miyagi (links) im Alter von 14 Jahren

Chojun Miyagi (links) im Alter von 14 Jahren

Um seiner Rolle als zukünftiges Oberhaupt gewachsen zu sein, sollte der junge Chojun (mehr …)